Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das eine zentrale Rolle für die Funktion der Schilddrüse spielt. Ohne Jod kann die Schilddrüse ihre Hauptaufgabe – die Produktion der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) – nicht erfüllen. Weitere Informationen finden Sie unter miavola
1. Jodaufnahme
- Der Körper nimmt Jod überwiegend über die Nahrung auf (z. B. Meeresfisch, Algen, Milchprodukte, jodiertes Speisesalz).
- Über das Blut gelangt Jodid in die Schilddrüsenzellen (Thyreozyten).
2. Speicherung und Einbau
- In der Schilddrüse wird Jod im Eiweiß Thyreoglobulin gespeichert.
- Unter dem Einfluss des Enzyms Thyreoperoxidase (TPO) wird Jod an die Aminosäure Tyrosin gebunden.
- Daraus entstehen die Vorstufen der Schilddrüsenhormone: Monojodtyrosin (MIT) und Dijodtyrosin (DIT).
3. Bildung von T3 und T4
- Durch die Kopplung zweier DIT-Moleküle entsteht Thyroxin (T4).
- Durch die Kombination von MIT + DIT entsteht Trijodthyronin (T3).
- Diese Hormone werden in Vesikeln gespeichert und bei Bedarf ins Blut freigesetzt.
4. Wirkung im Körper
- T3 (biologisch aktiver als T4) reguliert den Stoffwechsel, die Wachstumsprozesse, die Energieproduktion und die Körpertemperatur.
- Ein Mangel an Jod führt zu Hypothyreose (Unterfunktion) und oft zur Struma (Kropf).
- Ein Übermaß an Jod kann hingegen zu Hyperthyreose (Überfunktion) beitragen, vor allem bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen.
✅ Zusammengefasst: Jod ist der „Baustein“ für die Schilddrüsenhormone. Ohne ausreichende Jodversorgung ist die Hormonproduktion gestört – mit weitreichenden Folgen für den gesamten Stoffwechsel.